Karl-Heinz Stufft-Fischer 89518Heidenheim BW
Montag, 2. Juli 2018
stars and stripes and something more, something else
mirror images 56, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 3x 200x100cm
Mittwoch, 20. Juni 2018
.... mal wieder ein Bild korrigiert > die linke Tafel in mirror images 50 erschien mir in der ersten Fassung im Verhältnis zu den anderen beiden zunehmend zu penetrant und störend; jetzt schaut´s besser aus > das Konzept dieser inzwischen auf über 50 Bilder angewachsenen Bilderserie "mirror images", Spiegelbilder, wird hier auf spezielle Weise selbst zum Thema - man kann es ja so sehen > Wir leben und erleben uns fortlaufend in einem permanenten Akt von Spiegelungen in den Di
ngen und Geschehnissen, die für uns Bedeutung haben - in dem Sinne, daß sie unsere Selbstwahrnehmung, unsere Ideen und unser Verhalten steuern. Dieses in ständiger Bewegung befindliche Resonanzverhältnis prägt uns, macht unsere innere Substanz aus und es stellt sich die Frage > Welche Resonanzverhältnisse gehe ich bewußt oder unbewußt verstärkt ein, in welche Spiegel blicke ich mehr als in andere oder nahezu ausschließlich? Finde ich mein Spiegelbild in der materiellen Welt?, in der Natur?, im technischen Fortschritt?, im Heideggerschen "man"?, im Glauben?, in der Liebe? Welche Altäre haben wir, uns dessen kaum bewußt, längst in uns errichtet?
mirror images 50, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 3x 200x100cm
Dienstag, 19. Juni 2018
"Das Spice muß fließen!" > diese im Film/Buch "Der Wüstenplanet" seitens der Führung einer galaktischen Föderation vorgetragene Forderung metaphorisiert Gegebenheiten und Notwendigkeiten, die uns aus unserem, zugegeben bescheidener dimensionierten planetaren Umfeld durchaus vertraut sind > Öl muß fließen, Blut muß fließen, Samen muß fließen, Träume und Begierden fließen und müssen im Fluß gehalten werden und der Verkehr muß rollen. So richtig schön fließts allerdings erst in der Nacht, wenn bewegte Lichter das Dunkel lichten, strahlen, tanzen, unsere Lust leuchten lassen, unsere Wünsche anziehen und weitertragen - und Liebe, Leben, Traum und Tod in und umeinander kreisen.
mirror images 54, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 4x 200x100cm
Montag, 18. Juni 2018
Ein Bild ist ein Bild - und aus seiner Sicht oder aus der puren Sicht darauf kann, vielleicht sogar sollte einem die gesamte Kunstgeschichte egal oder wurscht sein, wie unsere bayerischen Landsleute zu sagen pflegen. Immerhin, Assoziationen sind schwer auszublenden und so kommt mir hier unweigerlich Brancusis "Schlafende Muse" in den Sinn, durch die ominöse farbliche Gesamtkonstellation im Zusammenhang mit dem abstrahierten Kopfmotiv auch De Chiricos "Beunruhigende Musen" und
schließlich auch noch David Hockney. Würde es Sinn machen diese Assoziationen in eine wieder ausschließlich dem Bild zugewandte Betrachtung einfließen zu lassen? Ließe dies den content, bzw. die inhaltliche Eigentlichkeit des Bildes, um mal diesen von Adorno verpönten Begriff im Spiel zu halten, vielleicht tiefer ausschürfen? Ließe sich andererseits von Assoziationen wie den hier genannten, sofern sie sich einmal eingestellt haben, überhaupt noch absehen? So oder so bleibt festzustellen, daß wir, willentlich oder unwillentlich, den Kopf nicht freihaben - weder für den scheinbar simplen Vorgang einer Bildbetrachtung, noch oder schon garnicht für die umso vieles komplexere Erfahrung der Wirklichkeit überhaupt.
mirror images 53, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 2x 200x100cm
Mittwoch, 13. Juni 2018
Bildbegegnung.
mirror images 47, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 3x 200x100cm
Ich stelle ein neues Bild im allgemeinen gleich auf meine Internetseite, vor allem, weil mir das auch verstärkt nahegegt die Wirkung noch mal zu checken - so auch bei dieser Bilderkombination, die zuerst noch ein weiteres Bild enthielt, was mich dann aber zunehmend weniger überzeugte. So kommt die Botschaft jetzt mehr im Sinne des Erfinders rüber - bei wem von Euch sich in diesem Sinne eine Idee / Assoziation einstellt, kann hier ja vielleicht mal eine Bemerkung fallen lassen
- Bilder, wie ich sie mache, stellen sich für mich und jedermann, der überhaupt darauf anspricht, gewissermaßen als ins Philophische mündende Assoziationsmaschinen dar, simpler gesagt als Gedankenautomaten. Entscheidend > Am Anfang steht das gelungene Bild, dieses muß sitzen und einen möglichst, um mit K.O. Götz zu sprechen > vom Stuhl reißen! > zu letzterem gehört natürlich auch der simple Faktor einer ziemlichen Bildgröße, woran sich Götz selbst ja auch ab einem gewissen Zeitpunkt konsequent gehalten hat und was auch mich dazu bringt, die Bilder groß anzulegen und zu präsentieren. Das Smartphone, überflüssig es zu sagen, ist hier kein Ort der
Donnerstag, 31. Mai 2018
mirror images 49, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 3x 200x100cm
Bilder mit gegenständlichem Inhalt müssen nicht, aber können als Rätsel betrachtet werden, gefiltert aus der unendlich komplexen Gegenwart der realen Erscheinungen bzw. Wahrnehnungen, wobei gerade diese Komplexität es bedingt, daß in der realen Welt- und Selbsterfahrung deren immanentes Rätsel sich für uns verflüchtigt. Die Frage, ob sinnvollerweise überhaupt so etwas wahrzunehmen wäre wie ein Rätsel, letztlich das Rätsel des Daseins, wie es sich etwa in Gauguins bedeutendem
Gemälde "Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?" manifestiert, kann positiv und negativ beantwortet werden. Der szientistische Umgang mit der Realität kennt keine Rätsel, sondern nur die kontinuierliche Erweiterung des aktuellen Forschungstandes aller empirischen Wissenschaften. Andererseits begegnen auch bei Naturwissenschaftlern, insbesondere bei Vertretern der theoretischen Physik, etwa bei Einstein, Bohr, Heisenberg, Schrödinger und Bohm Positionen, wo die Idee des Mystischen den eigenen Forschungsergebnissen entspringt und wo theoretische Forschung abzweigt in existenzielle Hermeneutik. Letztere ist aber immer schon ein mögliches Anliegen von Kunst, so auch beim hier
Freitag, 25. Mai 2018
Von New-Age-Anhängern verschiedenster Couleur wird seit den 70er Jahren die Anschauung vertreten, daß wir und überhaupt der ganze Planet sich zunehmend in einer Phase der Auflösung bisheriger Seins- und Wahrnehmungsmuster befinden. Astrologie (Übergang ins Wassermann-Zeitalter) und altindische Philosophie (Ende des Kali-Yuga) tun das ihrige dazu. Ziel oder Wirkung dieser Vorgänge > Erhöhung der Schwingungsfrequenz sprich Erweiterung des Bewußtseins der irdischen Sphäre und ih
rer menschlichen Bewohner. Hinzu kommen die Entdeckungen der Quantenphysik, welche eine ganze Reihe von Forschern auf diesem Gebiet - allerdings jenseits des aktuellen wissenschaftlichen Mainstreams - zu einem Positionswechsel veranlaßt haben, was das Verständnis der Struktur der Materie angeht. Letztere mutiert hier zu einem immateriellen! Substrat, zu einem alles erfüllenden und alles prägenden Kontinuum von Information. Da hätten dann sogar eingefleischte Materialisten Anlaß zum Jubeln, nach dem Motto > haben wir immer schon gesagt: es ist die pure Materie, aus welcher nach physikalischen, und hieraus evolvierend, chemischen und biologischen Gesetzen, alles, bis hin zum Bewußtsein, hervorgeht. Die Vorstellung dieser Art von Evolution bliebe auch dem neuen Paradigma entsprechend gültig - außer, daß sich der traditionelle Materiebegriff hier in Nichts auflöst, sozusagen in sein Gegenteil mutiert, nämlich Information, d.h. bewußt gesteuerte Information und damit Bewußtsein als Basis von allem, was ist. - - - Kann eine solche Veränderung der Perspektive auch künstlerisch inspirierend sein? Ich denke schon, hier mal ein Beispiel >>>
mirror images 48, 2018, Digitaldruck auf Polystyrol, 3x 200x100cm
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